Liebe Autoren und jene, die es werden wollen; liebe Firmen und Unternehmen, Schreiber und Publizierende jeder Art,

 

 

es macht mich traurig, zu sehen, wie leichtfertig und nachlässig mit unserer Muttersprache umgegangen wird. Dabei erwartet niemand »Perfektion«. Es geht um fehlende Mühe und Liebe.

 

 

 

 

Das gilt für Internetauftritte, Werbetexte, Online-Zeitungen und Sprüche in Grafiken, in denen der Sinn durch fehlende Interpunktion und/oder schlechte Rechtschreibung/Grammatik entstellt wird.

 

Im Bereich Selfpublishing halte ich immer wieder Bücher in der Hand, bei denen mich bereits im Klappentext Fehler angrinsen, die im Buchinhalt zu Monstern mutieren.

Wie manche auf die Idee kommen, so erstklassig zu sein, keinen Lektor/Korrektor zu brauchen, erschließt sich mir nicht.

 

Mit verheerenden Folgen: Ernstzunehmende Selfpublisher-Autoren werden durch lieblos zusammengeschriebene und -geschusterte Billigbücher nicht ausreichend wahrgenommen, der Markt wird überschwemmt, und es gibt mehr Auswirkungen, über die sich wenige im Klaren sind.

 

Es ist harte Arbeit, ein gutes Buch zu schreiben.

 

Wenn jemand unrealistische Vorstellungen vom Schriftstellerleben hat - wie Schlangen von Lesern zur Signierstunde, mit einem Cocktailglas am Swimmingpool sitzen und Erfolge feiern, von einem Fernsehauftritt zum nächsten tingeln -, der packe bitte seine Schreibutensilien ein.

 

Wer es ernst meint, achtet auf Qualität. Er schreibt nicht zur »Selbstbeweihräucherung«, sondern in erster Linie für seine potenziellen Leser.

 

Diesen Beitrag schreibe ich nicht, um Aufträge zu generieren.  Ich würde lügen, wenn ich behaupte, mich nicht über eine gute Auftragslage zu freuen. Einer regelrechten Verwahrlosung der deutschen Sprache zuzusehen, ist eine andere Sache.

Immer wieder höre/lese ich: »Das ist nicht wichtig«,  »Das geht schon so« oder »Das stört doch niemanden«. Die Argumentation: »Mein Kollege war ganz gut in Deutsch, der hat drübergesehen« lässt mir die Haare zu Berge stehen.

 

Fazit: Ein Irrtum mit Folgen. 

 

Nicht nur ich denke:

»Wenn so gearbeitet wie geschrieben wird - nein, danke«, und ich suche mir jemanden, der seinen Job - und damit seine potenziellen Kunden - schätzt.

 

Ein Ego muss man sich leisten können.